Radfahren auf Zypern: Der Bikepacking-Reiseguide für die Insel

Tom Steffens Von Tom Steffens Lesedauer: 9 Minuten
Radfahren auf Zypern

Dass ich auf meiner einjährigen Fahrradweltreise von Deutschland Richtung Osten ausgerechnet auf Zypern landen würde, hätte ich nie gedacht. Noch weniger hätte ich erwartet, dass mich das touristisch erschlossene Land nach all den Erlebnissen zuvor so begeistern würde. Auf meiner Reise bin ich durch insgesamt 32 Länder geradelt – und wenn mich heute jemand nach einem geeigneten Ziel für einen Bikepacking- oder Radurlaub fragt, gehört Zypern definitiv zu meinen ersten Empfehlungen.

Zypern ist ein überraschend abwechslungsreiches Ziel für Radreisende: mediterrane Küsten, einsame Schotterpisten, dichte Pinienwälder und anspruchsvolle Anstiege im Troodos-Gebirge liegen auf vergleichsweise kleinem Raum dicht beieinander. Gleichzeitig machen das milde Klima und die gute Infrastruktur die Insel zu einem attraktiven Ziel für Bikepacking, Gravelbike und Rennrad.


Zypern auf einen Blick

🚲 Geeignet fürGravelbike, Rennrad & Bikepacking
⛰️ SchwierigkeitMittel bis anspruchsvoll
🌸 Beste ReisezeitApril–Mai sowie Ende September–Anfang November
Unser TippApril, Mai oder Oktober
🛣️ StraßenqualitätSehr gut
🚗 VerkehrAußerhalb der Städte meist entspannt
↔️ LinksverkehrMit dem Fahrrad schnell gewöhnungsbedürftig
WildcampenOffiziell nicht überall erlaubt
💧 WasserIm Süden gut verfügbar, in abgelegenen Regionen Vorräte einplanen
🛒 VersorgungIn Städten und touristischen Regionen gut, in abgelegenen Bergregionen eingeschränkt

Warum sich Radfahren auf Zypern lohnt

Zypern verbindet auf kleinem Raum unglaublich abwechslungsreiche Landschaften miteinander. Von mediterranen Küstenstraßen über einsame Schotterwege bis hin zu anspruchsvollen Anstiegen im Troodos-Gebirge bietet die Insel ideale Bedingungen für eine Radreise. Besonders für Gravelbike- und Bikepacking-Touren ist die Kombination aus gut ausgebauten Straßen, abwechslungsreichen Wegen und angenehmem Klima sehr attraktiv.

Was uns besonders begeistert hat, war der schnelle Wechsel der Landschaften. Innerhalb weniger Stunden fuhren wir von der Küste in die Berge, durch dichte Pinienwälder und über abgelegene Schotterpisten. Dazu kamen die Gastfreundschaft der Menschen und die vergleichsweise gute Infrastruktur.

Wer eine Bikepacking-Destination sucht, die landschaftlich viel Abwechslung bietet, gleichzeitig aber nicht mit den logistischen Herausforderungen manch anderer Mittelmeer- oder Balkanziele verbunden ist, sollte Zypern definitiv in die engere Auswahl nehmen.


Die beste Reisezeit für Bikepacking auf Zypern

Wir waren im Frühjahr auf Zypern unterwegs und würden diese Jahreszeit jederzeit wieder wählen. Generell empfehlen wir für eine Bikepacking-Tour die Monate April und Mai sowie Ende September bis Anfang November.

Im Frühling ist die Insel angenehm grün, viele Pflanzen stehen in voller Blüte und die Temperaturen sind ideal zum Radfahren. Im Herbst ist es meist ebenfalls angenehm warm, das Meer hat noch Badetemperatur und die große Sommerhitze ist vorbei. Beide Zeiträume bieten lange Tage und deutlich bessere Bedingungen für längere Bikepacking-Etappen als die Hochsommermonate.

Von Juni bis August würden wir dagegen eher abraten. Vor allem im Landesinneren können die Temperaturen auf 35 bis 40 °C steigen. Lange Anstiege und mehrtägige Etappen mit Gepäck werden dann schnell zur echten Belastungsprobe. Zusätzlich ist in dieser Zeit deutlich mehr Tourismus auf der Insel unterwegs.

Unser Tipp: Wenn du flexibel bist, plane deine Reise für April, Mai oder Oktober. Dann erwarten dich angenehme Temperaturen, eine schöne Landschaft und deutlich weniger Hitze als im Hochsommer.


Die besten Bikepacking-Routen auf Zypern

Bikepacking Routen auf Zypern
Bikepacking-Routen auf Zypern

Für die Routenplanung haben wir uns vor allem an den bekannten Bikepacking-Routen orientiert. Zwei Strecken bieten eine hervorragende Grundlage, um die Insel mit dem Fahrrad zu entdecken: die Cyprus Crossing und die Kyrenia Traverse.

Cyprus Crossing

Die Cyprus Crossing ist eine etwa einwöchige Bikepacking-Route quer durch die Republik Zypern. Sie verbindet zahlreiche Offroad-Strecken miteinander und führt über abwechslungsreiche Schotterpisten – von an die Strade Bianche erinnernden Wirtschaftswegen bis hin zu einsamen Trails durch duftende Kiefernwälder.

Eines solltest du allerdings mitbringen: gute Kletterbeine. An Höhenmetern mangelt es dieser Route definitiv nicht. Gerade mit einem voll beladenen Bike solltest du eine bergtaugliche Übersetzung einplanen.

Cyprus Crossing Bikepacking Route
Cyprus Crossing

The Kyrenia Traverse

Die Kyrenia Traverse ist eine viertägige Bikepacking-Route durch Nordzypern, den nur von der Türkei anerkannten Nordteil der Insel. Sie beginnt auf der beeindruckenden Karpas-Halbinsel und folgt überwiegend wenig befahrenen Schotterwegen entlang des schmalen Kamms des Kyrenia-Gebirges.

Unterwegs erwarten dich mittelalterliche Burgen, spektakuläre Ausblicke auf die Küste und das Inselinnere sowie abwechslungsreiche Passagen aus Schotter, Naturwegen und Asphalt. Die Route zeigt eine Seite Zyperns, die nur wenige Reisende kennenlernen.

The Kyrenia Traverse Bikepacking Route
The Kyrenia Traverse

Unsere Bikepacking-Reise: Von Larnaka nach Girne

Nachdem ich den Großteil meiner Weltreise alleine unterwegs gewesen war, bekam ich für zwei Wochen Gesellschaft. Mein Freund Adrian flog mit seinem Fahrrad von Deutschland nach Larnaka, um mich auf einem Teil der Reise zu begleiten. Dank Direktflug war die Anreise unkompliziert, das Fahrrad am Flughafen schnell aufgebaut und unser gemeinsames Abenteuer konnte direkt beginnen.

Für unseren Aufenthalt hatten wir etwa eine Woche eingeplant, bevor wir mit der Fähre von Girne in Nordzypern in die Türkei übersetzen wollten. Unsere Route führte uns von Larnaka über Limassol und das Troodos-Gebirge weiter nach Nikosia und schließlich über Nordzypern bis nach Girne.

Von Larnaka ins Troodos-Gebirge

Zunächst folgten wir der Küstenstraße bis nach Limassol. Die Hotelanlagen ließen wir schnell hinter uns und fuhren anschließend ins Landesinnere in Richtung Troodos-Gebirge.

Dort befindet sich auch der Mount Olympus, mit 1.952 Metern der höchste Berg der Insel. Bereits am zweiten Tag machten wir uns an den langen Anstieg durch dichte Kiefernwälder. Oben angekommen mussten wir allerdings feststellen, dass sich auf dem Gipfel ein Militärstützpunkt befindet und der höchste Punkt deshalb nicht zugänglich ist.

Die lange Abfahrt über die verkehrsarmen und hervorragend asphaltierten Straßen entschädigte dafür umso mehr.

Über Nikosia nach Nordzypern

Am dritten Tag erreichten wir Nikosia und gönnten uns dort eine Unterkunft. Nikosia ist die letzte geteilte Hauptstadt der Welt. Eine von UN-Truppen überwachte Demarkationslinie trennt die Stadt in einen griechisch-zyprischen Süden und einen türkisch-zyprischen Norden.

Am nächsten Vormittag ließen wir uns noch etwas durch die Altstadt treiben, bevor es bei regnerischem Wetter wieder in die Berge ging. Mit seiner großen Übersetzung hatte Adrian an den steilen Anstiegen ordentlich zu kämpfen. Gerade mit Gepäck macht sich eine kleinere Übersetzung schnell bezahlt. Er ließ sich aber nicht kleinkriegen und so schafften wir es doch noch über den Berg.

Unser Nachtlager schlugen wir auf einem Grillplatz mitten im Wald auf. Während der gesamten Woche hatten wir beim Wildcampen kein einziges Problem.

Bikepacking auf Zypern

Schlamm, Gastfreundschaft und unvergessliche Begegnungen

Der fünfte Tag begann im dichten Nebel. Auf kurvenreichen Straßen fuhren wir zunächst durch mystische Nadelwälder, bevor uns die Kyrenia Traverse auf unbefestigte Wege führte.

Schließlich standen wir plötzlich vor völlig aufgeweichten Feldwegen. Der klebrige Lehm setzte sich so stark zwischen Reifen und Rahmen fest, dass unsere Räder blockierten und an Fahren nicht mehr zu denken war. Uns blieb nichts anderes übrig, als ein Stück zurückzuschieben, bis wir wieder Asphalt erreichten.

Dort erlebten wir zum ersten Mal die außergewöhnliche Gastfreundschaft der Zyprer. Einheimische ließen uns unsere völlig verdreckten Fahrräder mit einem Wasserschlauch reinigen und luden uns anschließend spontan auf einen Kaffee und später sogar zum Abendessen ein. Diese Herzlichkeit hat uns nachhaltig beeindruckt und ist uns bis heute in Erinnerung geblieben.

Gastfreundschaft auf einer Bikepacking-Reise auf Zypern

Auch unser letzter Tag auf Zypern begann mit einer besonderen Begegnung. Auf der Suche nach einem Platz zum Frühstücken durften wir uns vor einem Haus auf die Couch setzen. Obwohl wir unser eigenes Essen dabeihatten, deckten die Bewohner kurzerhand einen Tisch mit allerlei Speisen für uns.

Anschließend folgten wir der Nordküste auf wunderschönen Radwegen bis nach Girne. Dort verbrachten wir unsere letzte Nacht am Strand, bevor wir am nächsten Morgen die Fähre in die Türkei nahmen. Das Fährticket konnten wir problemlos online buchen. Fahrzeiten und Fahrplan können sich dabei je nach Wochentag unterscheiden.

Bikepacking auf Zypern entlang der Küste

Praktischer Bikepacking-Guide für Zypern

Wasser und Trinkwasserversorgung

Grundsätzlich gibt es auf Zypern ausreichend Möglichkeiten, Wasser nachzufüllen. Im von der Republik Zypern kontrollierten Teil der Insel ist Leitungswasser trinkbar und entspricht den europäischen Standards.

Vor allem in den abgelegenen Bergregionen solltest du deine Wasservorräte allerdings frühzeitig auffüllen. Dort können über mehrere Stunden keine Möglichkeiten zum Nachfüllen vorhanden sein. Gerade vor längeren Anstiegen im Troodos-Gebirge oder abgelegenen Naturabschnitten lohnt es sich, lieber etwas mehr Wasser mitzunehmen.

Im Norden der Insel würden wir etwas vorsichtiger sein. Viele Reisende greifen dort lieber auf abgefülltes Wasser zurück, da die Qualität je nach Region und Wasserversorgung schwanken kann.

Und wenn es einmal knapp wird: Fragt einfach freundlich Einheimische nach Wasser. Wir haben damit auf Zypern sehr positive Erfahrungen gemacht.


Verpflegung und Einkaufsmöglichkeiten

Die Versorgungslage ist vor allem in touristischen und dichter besiedelten Regionen sehr gut. In kleineren Dörfern gibt es hingegen teilweise nur wenige oder gar keine Einkaufsmöglichkeiten.

Da unsere Route bereits im Vorfeld geplant war, hatten wir nie Schwierigkeiten, uns ausreichend mit Wasser und Verpflegung einzudecken. Auf längeren Etappen durch abgelegene Bergregionen solltest du trotzdem vorausplanen.

Insbesondere im Troodos-Gebirge und auf längeren Naturabschnitten kann es vorkommen, dass du mehrere Stunden keine Einkaufsmöglichkeit findest. Vor einem langen Anstieg oder einer abgelegenen Übernachtung solltest du deshalb ausreichend Essen und Wasser dabeihaben.


Navigation: Komoot und GPX funktionieren problemlos

Die Navigation hat auf unserer Reise problemlos funktioniert – auch auf kleineren Wald- und Schotterwegen. Wir haben unsere GPX-Dateien, beispielsweise von bekannten Bikepacking-Routen, auf Komoot übertragen und damit die gesamte Tour navigiert.

Unser Tipp: Plane die Route vorab und lade die benötigten Offline-Karten herunter. Gerade in abgelegenen Bergregionen solltest du dich nicht darauf verlassen, jederzeit eine stabile Mobilfunkverbindung zu haben.

Die vorhandenen Bikepacking-Routen sind eine hervorragende Grundlage. Trotzdem lohnt es sich, die GPX-Tracks individuell anzupassen und beispielsweise zusätzliche Übernachtungs-, Wasser- oder Einkaufsstopps einzuplanen.


Linksverkehr: Ist das mit dem Fahrrad schwierig?

Auf Zypern herrscht Linksverkehr. Für uns war die Umstellung mit dem Fahrrad allerdings überhaupt kein Problem. Gerade mit dem Fahrrad ist die Gewöhnung deutlich einfacher als mit dem Auto, da man langsamer unterwegs ist und mehr Zeit zum Reagieren hat.

Nach kurzer Zeit fühlt sich das Fahren auf der linken Straßenseite erstaunlich selbstverständlich an. Trotzdem solltest du insbesondere an Kreuzungen, Kreisverkehren und beim Abbiegen bewusst daran denken.


Freilaufende Hunde und andere Tiere

Hier können wir Entwarnung geben: Im Vergleich zu unseren Erfahrungen auf dem Balkan oder in der Türkei sind uns auf Zypern nur sehr wenige freilaufende Hunde begegnet, die tatsächlich Probleme bereitet haben.

Falls dir doch einmal ein Hund begegnet, hilft es meist, ruhig zu bleiben, abzusteigen und mit dem Hund zu sprechen. Dadurch signalisierst du ihm, dass du keine Bedrohung darstellst und kein unbekanntes Fahrzeug auf zwei Rädern bist. In den meisten Fällen verlieren die Hunde schnell ihr Interesse.

Andere größere Tiere, auf die du auf den typischen Bikepacking-Routen besonders achten müsstest, sind uns nicht begegnet.


Fahrradwerkstätten und Ersatzteile

Die Versorgung mit Fahrradwerkstätten und Ersatzteilen ist auf Zypern grundsätzlich gut. Besonders in größeren Städten wie Nikosia, Limassol, Larnaka und Paphos gibt es mehrere Fahrradläden, die kleinere Reparaturen durchführen und gängige Ersatzteile vorrätig haben.

Außerhalb der Städte wird die Auswahl allerdings deutlich kleiner. Für eine Bikepacking-Tour solltest du deshalb die wichtigsten Ersatzteile selbst dabeihaben.

  • Ersatzschläuche bzw. Tubeless-Reparaturmaterial
  • Bremsbeläge
  • Kettenglieder bzw. Kettenschloss
  • Schaltauge
  • Reparaturwerkzeug
  • ausreichend Ersatzmaterial für kleinere Defekte

Mit etwas Vorbereitung ist Zypern aber problemlos zu bereisen. Wir hatten unterwegs keinerlei Schwierigkeiten mit Reparaturen oder Ersatzteilen.


Wildcampen auf Zypern

Beim Wildcampen hatten wir auf Zypern – wie auch auf vielen anderen Etappen meiner Radreise – überhaupt keine Schwierigkeiten. Gerade in weniger besiedelten Gebieten gibt es viele ruhige Plätze in der Natur. Auch zahlreiche Grill- und Picknickplätze können sich als Übernachtungsplatz anbieten.

Wichtig: Offiziell ist freies Campen nicht überall erlaubt. Wer dennoch abseits offizieller Campingplätze übernachtet, sollte deshalb besonders respektvoll mit der Natur und den örtlichen Gegebenheiten umgehen.

Hinterlasse keinen Müll oder andere Spuren und verzichte unbedingt auf offenes Feuer. Gerade bei trockenen und warmen Bedingungen besteht eine erhöhte Brandgefahr.

Mit etwas Suche konnten wir sogar in städtischeren Gebieten immer wieder schöne, abgelegene Plätze finden – teilweise sogar direkt am Meer.


Höhenmeter und die richtige Übersetzung

Wer Zypern mit dem Bike erkunden möchte, sollte die Höhenmeter nicht unterschätzen. Gerade das Troodos-Gebirge und die verschiedenen Bikepacking-Routen durch das Inselinnere bringen einige lange und anspruchsvolle Anstiege mit sich.

Mit Gepäck macht sich eine berg-taugliche Übersetzung schnell bezahlt. Adrian hatte während unserer Tour mit seiner großen Übersetzung an einigen steilen Anstiegen ordentlich zu kämpfen. Eine kleinere Übersetzung bietet gerade bei mehrtägigen Bikepacking-Touren deutlich mehr Reserven.

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Was solltest du für eine Bikepacking-Tour auf Zypern einplanen?

Eine Zypern-Tour lässt sich vergleichsweise unkompliziert organisieren. Trotzdem solltest du dich auf längere Abschnitte ohne Versorgung und die zahlreichen Höhenmeter vorbereiten.

  • Wasser: vor längeren Anstiegen und abgelegenen Etappen ausreichend auffüllen
  • Verpflegung: für mehrere Stunden ohne Einkaufsmöglichkeit vorsorgen
  • Navigation: GPX-Track und Offline-Karten auf dem Smartphone oder GPS-Gerät
  • Ersatzteile: Schläuche, Bremsbeläge, Kettenglieder und Schaltauge
  • Übersetzung: bergtauglich und für lange Anstiege mit Gepäck geeignet
  • Camping: leichtes Setup und möglichst unauffälliger Übernachtungsplatz
  • Wetter: auch in der Nebensaison auf wechselnde Bedingungen vorbereitet sein

Besonders wichtig ist dabei, die Route nicht nur nach Kilometern zu planen. 500 Kilometer auf Zypern können deutlich anspruchsvoller sein als dieselbe Distanz auf einer flachen Radreise. Höhenmeter, Untergrund und Versorgungssituation sollten bei der Etappenplanung immer mitberücksichtigt werden.


Unsere Bilanz nach einer Woche Bikepacking auf Zypern

Nach sechs Fahrtagen standen knapp 500 Kilometer und über 6.700 Höhenmeter auf unserem Tacho.

Obwohl Zypern vergleichsweise klein ist, haben wir nur einen Bruchteil der Insel gesehen. Besonders das wenig touristische Landesinnere hat mich landschaftlich begeistert. Einsame Schotterstraßen, dichte Wälder, spektakuläre Berglandschaften und die außergewöhnliche Gastfreundschaft machen Zypern zu einem echten Geheimtipp für Radreisende.


Fazit: Bikepacking auf Zypern – eine klare Empfehlung

Zypern hat uns als Bikepacking-Destination vollkommen überzeugt. Die Insel bietet auf relativ kleinem Raum eine beeindruckende Mischung aus Küste, Bergen, Schotterpisten, Pinienwäldern und mediterraner Landschaft. Dazu kommen gute Straßen, eine insgesamt unkomplizierte Versorgung und Menschen, die uns mit einer außergewöhnlichen Gastfreundschaft begegnet sind.

Besonders die Monate April, Mai und Oktober eignen sich unserer Erfahrung nach hervorragend für eine Bikepacking-Reise. Im Hochsommer würden wir die Insel aufgrund der teilweise extremen Temperaturen dagegen eher meiden.

Wer seine Wasservorräte und Verpflegung für abgelegene Etappen plant, eine bergtaugliche Übersetzung fährt und GPX-Daten inklusive Offline-Karten vorbereitet, kann Zypern sehr entspannt mit dem Fahrrad entdecken.

Egal ob anspruchsvoller Bikepacking-Trip mit vielen Höhenmetern, Radreise durch Zypern oder Gravelbike-Urlaub mit abwechslungsreichen Schotterpassagen – Zypern bietet ideale Bedingungen für alle, die eine abwechslungsreiche Reise mit dem Fahrrad suchen.

Besonders begeistert haben uns die landschaftliche Vielfalt und die Gastfreundschaft der Menschen. Innerhalb weniger Tage wechselten sich Küstenstraßen, dichte Pinienwälder, spektakuläre Berglandschaften und einsame Schotterpisten ständig ab. Gleichzeitig trafen wir immer wieder auf hilfsbereite Einheimische, die unsere Reise zu etwas Besonderem machten.

Wer eine abwechslungsreiche Bikepacking-Destination mit gut ausgebauten Straßen, anspruchsvollen Anstiegen und mediterranem Flair sucht, sollte Zypern unbedingt auf seine Wunschliste setzen.


Mehr Einblicke von unserer Reise

Wenn du noch mehr Eindrücke unserer Tour sehen möchtest oder selbst eine Bikepacking-Reise auf Zypern planst, findest du auf dem Instagram-Kanal von Tom weitere Fotos, Videos und Eindrücke von unterwegs.

Unter tom__steffens findest du weitere Updates, Videos und Eindrücke von seiner Reise.

Von Tom Steffens

Tom Steffens

Mein Name ist Tom und ich bin leidenschaftlicher Radreisender. 2026 habe ich mich mit meinem Fahrrad von Deutschland aus auf den Weg nach Osten gemacht – mit dem fernen Ziel Peking. Unterwegs teile ich meine Erfahrungen, Ausrüstungstipps und Geschichten von der Straße.